Autoreisezüge haben Zukunft – Autoreisezüge brauchen Investitionen

Aus der ersten Autoreisezug-Linie Hamburg-Basel des Jahres 1930 wurde im Lauf der Zeit ein Netz mit vielen Verbindungen in Deutschland und mit Südeuropa. In den letzten Jahren ist allerdings das Angebot mehr als halbiert worden, viele Verladeterminals wurden geschlossen. Es wird sogar das Szenario geprüft, den Autozugverkehr weiter auszudünnen oder ganz einzustellen!

 

Das darf nicht passieren! Denn ...

       

  • Autoreisezüge sind umweltfreundlich: im Vergleich zu einer PKW-Fahrt werden rund 67 % und im Vergleich zu einer Flugreise rund 75 % weniger CO2 pro Personenkilometer produziert
  • Autoreisezüge bedeuten für die Gäste Zeitgewinn: sie legen über Nacht bis zu 1.600 km zurück 
  • Autoreisezüge sind bequem: sie bieten Schlaf- und Liegewagen, Bordrestaurant und Gastronomie am Platz

 

Aber trotz aller Vorteile schreibt der Autoreisezugverkehr seit Jahren rote Zahlen. Vor allem gestiegene Trassengebühren im Ausland und Energie-kosten verursachen das Defizit. Außerdem muss die Fahrzeugflotte allmählich erneuert werden: Es fehlen Autotransportwagen, Liege- und Schlafwagen. Auch die Kapazitäten für die Instandhaltung müssen erweitert werden, denn noch dauert es oft zu lange, bis Schäden und Komfortmängel behoben werden.

Die 1996 zur Sanierung des Nacht- und Autoreisezugverkehrs gegründete DB AutoZug GmbH wurde zum 31.08.2013 mit ihrer Muttergesellschaft DB Fernverkehr verschmolzen. Deren Vorstandsvorsitzender Berthold Huber hatte einst gesagt, dass er die Nachtreise- und Autozugverkehre möglichst erhalten wolle, denn diese Züge sind eine sinnvolle Ergänzung zum Angebot von DB Fernverkehr. Die Zukunft der Nachtreisezüge (City Night Line, CNL) sah er als gesichert, aber der Weiterbetrieb der Autoreisezüge über 2014 hinaus steht auf dem Prüfstand!

Ohne Investitionen in neues Wagenmaterial würde der Autoreisezug-verkehr untergehen, wie es in einigen Nachbarländern schon passiert ist.

 

Wir sind überzeugt: Der Autoreisezugverkehr hat Zukunft!

Über 200.000 Reisende jährlich möchten gerne auch in Zukunft Autoreisezüge benutzen.

Über 100 Millionen eingesparte Auto- und Motorrad-km jährlich entlasten die Umwelt und sind ein hervorragender Beitrag zum »Projekt 2020« des DB-Konzerns, welches unter anderem die ökologischen Vorteile des Bahnverkehrs betont und erweitern will.

 

Der Vorstandsvorsitzende der DB AG Dr. Rüdiger Grube brachte es zum 80-jährigen Jubiläum der Autoreisezüge auf den Punkt:

»Bequem reisen und am Ankunftsort mobil sein – das war die Idee dieser Innovation, die auch heute noch aktuell ist.«

»Der Autozug liegt voll im Trend des umweltbewussten Reisens.«

 

Dieser Trend hat Zukunft – aber in diese Zukunft muss investiert werden!

Neue Anhörung 2017: alle loben die ÖBB

 

Am 15. Februar 2017 hat sich der Verkehrsaus-schuss des Bundestages erneut mit dem Thema Nacht- und Autozüge befasst. Alle Parteien lobten das Engagement der ÖBB, die kurzfristig die Hälfte des DB-Nacht-zugnetzes übernommen haben und zwischen Hamburg bzw. Düsseldorf und Wien bzw. Innsbruck jetzt vier Nachtzüge mit Fahrzeugbeförderung anbieten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Unsere Petition für Auto- und Nachtzüge haben wir am Tag der Anhörung abgeschlossen und 37.000 Unterschriften an den Verkehrsausschuss übergeben:
http://gleft.de/19T