Am 15. Februar 2017 befasste sich der Verkehrsausschuss des Bundestages erneut mit dem Thema Nacht- und Autozüge. Alle Parteien lobten das Engagement der ÖBB, die kurzfristig die Hälfte des DB-Nacht-zugnetzes übernommen hatten und zwischen Hamburg bzw. Düsseldorf und Wien bzw. Innsbruck jetzt vier Nachtzüge mit Fahrzeugbeförderung anboten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Unsere Petition für Auto- und Nachtzüge schlossen wir am Tag der Anhörung ab und übergaben 37.000 Unterschriften an den Verkehrsausschuss:
http://gleft.de/19T 

Wie man in Europa Autoreisezüge kaputtmacht

Als im Herbst 2015 die DB bekanntgab, die Autozüge nach Alessandria einzustellen, kündigte die niederländische Firma EETC an, ihre Autozüge ins Piemont auszuweiten. Am 15. April 2015 kapitulierte der private Bahnbetreiber vor den um 30 % angehobenen Trassenpreisen außerhalb der Niederlande, vor den um 50 % angehobenen Gebühren innerhalb der Niederlande und vor dem um 28 % gestiegenen Kurs des Schweizer Franken, der die Transitkosten durch die Schweiz weiter in die Höhe treibt. Er stellte seinen Zugbetrieb »von heute auf morgen« ein.

 

AUTOSLAAPTREIN rijdt deze zomer niet meer

Delft, 15 april 2015

EETC Vakantietreinen BV, de organisatie die de AUTOSLAAPTREINEN naar LIVORNO / ALESSANDRIA & KOPER exploiteert, heeft besloten haar activiteiten per direct te beëindigen. De autotreinen zullen vanaf deze zomer al niet meer rijden.

Er is geen sluitende exploitatie meer te realiseren en de verliezen gaan te ver oplopen. Buitenlandse spoorwegen verlangen dit jaar extreme prijsverhogingen tot wel 30% voor levering van locomotief en gebruik infra. Ook ProRail verhoogde haar tarieven voor 2015 met 50%. En bovendien werd de zwitserse frank 28% duurder. Echter we kunnen moeilijk aan onze klanten honderden euro’s extra vragen.

Heel jammer dat we dit besluit moeten nemen. Het betekent immers ook dat ongeveer 50 medewerkers hun baan verliezen, maar ook tienduizenden reizigers hun vakantie moeten aanpassen.

Alle reisgelden die nu al ontvangen zijn, worden terugbetaald. Zo worden onze klanten in elk geval niet financieel de dupe.

Hoogachtend,

EETC Vakantietreinen BV

Leo Weeber,

directeur

Om zo snel mogelijk de reeds door u betaalde reisgelden te kunnen retourneren verzoeken wij u als volgt te handelen:

U stuurt binnen 14 dagen een mail naar: retourreisgelden@eetc.nl met de volgende gegevens:

1. Uw reserveringsnummer,

2. Uw bestemming en reisdatum,

3. De datum van uw overschrijving,

4. Het betaalde bedrag en uw factuurnummer,

5. Het IBANrekeningnummer en de naam waarop wij het geld kunnen terugstorten.

 

Wij zullen na ontvangst van uw gegevens proberen uw betaling binnen 14 dagen terug te storten.

Neuer Autozug ab dem 28.9.2014

Seit dem 28.9.2014 wird eine neue Autozugstrecke betrieben: Die PKW werden in geschlossenen, zweistöckigen Güterwagen auf einer Strecke von 1.300 km befördert, hin und zurück kostet das umgerechnet rund 400 Euro. Die Fahrgäste fahren mit dem Nachtzug hinterher.

Wo? In der VR China. Zwischen Peking und Hangzhou bei Shanghai.

ACE-Lenkrad berichtet über Rettungsaktion

ACE-Lenkrad-2014-09.pdf
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Alessandria/Piemonte schlägt Alarm

Die italienische Region Piemont, die den Autozug aus Deutschland im März 2008 mit großem Enthusiasmus begrüßte und in Alessandria ein neues Terminal hinstellte, ist enttäuscht von der geplanten Einstellung der Verbindung, denn der Autozug bringt einen nennenswerten Touristenstrom in die Region, die etwas im Windschatten von Ligurien und der Toscana liegt.

2012 wurden 34.639 Reisende gezählt: 25.908 kamen mit dem Autozug der DB und 8.731 mit dem niederländischen AutoSlaap Trein – eine Steigerung von sage und schreibe 36 % gegenüber 2011, als es 25.286 Reisende waren (18.850 mit der DB und 6.436 mit den Niederländern).

An die Regionalregierung wurde eine Dringlichkeitsanfrage mit dem Ziel gerichtet, unverzüglich Planungen für eine Wiederbelebung der Verbindungen mit Nordeuropa aufzulegen.

Die Zeitung Il Piccolo zitiert das in der deutschen Presse verbreitete Lamento der DB, der Autozug sei ein Auslaufmodell, und stellt fest, dass die Niederländer das ganz anders sehen: diese hätten angekündigt, die Werbung für ihren Autozug zu verstärken und die Verbindungen mit Alessandria auszubauen.

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»Realer Irrsinn: Autozug auf der Straße«

So betitelte der Norddeutsche Rundfunk den Beitrag seiner Sendung extra 3 zum »neuen Betriebskonzept« für Fahrten von Berlin und Düsseldorf nach München: Das nennt sich »Auto+Zug« und bedeutet, dass die Autos der Reisenden auf einen Lastzug verladen werden und die Reisenden mit dem Zug voraus-, nebenher- oder hinterherfahren:

 

Neu ist dabei das Betriebskonzept "Auto+Zug": Die Beförderung von Reisenden und Fahrzeugen erfolgt getrennt voneinander. Pkw oder Motorrad werden auf einem Lkw vom Start- zum Zielbahnhof transportiert.

Am Startterminal stellen Sie Ihr Fahrzeug ab, die Beladung der Fahrzeuge erfolgt durch erfahrene Mitarbeiter des beauftragten Transportunternehmens. Am Zielterminal wird Ihnen das Fahrzeug wieder übergeben und Sie können die Fahrt zu Ihrem Reiseziel fortsetzen.

Aus dem Fahrplan ging hervor, dass die bequemste Verbindung für Reisende die mit dem Nachtzug war: Nur so sparten sie sich eine (Hotel-) Übernachtung am Start- oder Zielort und fuhren einigermaßen synchron zu ihrem Auto oder Motorrad. »Einigermaßen synchron« heißt: Niemand wusste, ob das eigene Fahrzeug schon da war und wie lange man womöglich noch warten musste.

 

Die NDR-Sendung zitierte Kunden: »Na, da hab' ich gedacht, die sind bekloppt.« – »Das ist 'ne Katastrophe, also ich werde das ein Mal machen.« 

 

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Damit verblieben seit dem 1. Mai 2014 noch Autozüge von Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt-Neu Isenburg nach Alessandria und Narbonne, von Hamburg und Düsseldorf nach Innsbruck und Villach sowie von Hamburg und Hildesheim nach Lörrach.

Hinzu kam die Automitnahme in den Nachtzügen zwischen Hamburg und München sowie mit der ÖBB zwischen Hamburg und Wien.

 

Die angebotene Kapazität zwischen Hamburg/Hildesheim und München/östliche Alpen sank damit gegenüber 2013 im Hochsommer (Juni bis August) von 620 Stellplätzen auf 440 Stellplätze pro Woche – ein Minus von fast 30 Prozent. Besonders krass war es am Hauptabfahrtstag, dem Freitag: dort sank die Kapazität von 180 Stellplätzen auf 40 Stellplätze, also um über 75 Prozent! Das hat mit Anpassung an die Nachfrage nichts mehr zu tun!

 

Dabei stand zugleich in Hamburg eine ganze Zuggarnitur von Freitag bis Sonntag nutzlos herum, weil am Freitag der Zug aus Innsbruck und Villach erst so spät ankam, dass sein Wagenpark nicht mehr am selben Tag nach Alessandria und Narbonne geschickt werden konnte. Am Sonntag passierte dasselbe, nur andersherum. Anstatt nun den Wagenpark entsprechend der Nachfrage am Freitagabend nach München zu schicken und somit 120 Stellplätze anzubieten, verprellte der DB-Konzern lieber seine treuen Kunden.

 

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Der Konzern behauptete immer wieder , die Auslastung der Autozüge sei zu niedrig. Unsere Kenntnis der Züge sagte, dass das nicht stimmt. Kunden bestätigten das immer wieder.

 

Es gab aber seit Jahren auch Anzeichen dafür, dass die Auslastung bewusst nach unten gedrückt wurde, indem es Kunden unmöglich gemacht wurde, die Züge zu buchen! Eine Zeit lang war es von Skandinavien aus nicht möglich, Autozüge per Internet zu buchen – die Gäste kamen auf gut Glück von Stockholm, Göteborg, Oslo oder København nach Altona, um am Terminal nach freien Plätzen zu fragen. Iim März und April 2014 berichteten Reisende erneut, dass die DB ihnen bei der Buchungsanfrage gesagt habe, der Zug sei ausgebucht – in Wirklichkeit waren aber nur 30 % der Fahrzeugstellplätze belegt!

 

Wurden hier etwa Kunden vergrault, um eine politisch motivierte Entscheidung hinterher betriebswirtschaftlich rechtfertigen zu können? Es wäre nicht das erste Mal ...

 

Ein weiterer Fall: Auf der Buchungsseite für Autozüge wurden die Abfahrten des CNL 1287 nach München freitags vom 8. August bis zum 31. Oktober 2014 nicht angezeigt! Das »Beweisfoto« finden Sie am Fuß dieser Seite.

 

Würden wir Bahner auf der Schiene so handeln, der Rausschmiss wegen Geschäftsschädigung wäre uns gewiss!

 

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Seitdem wir begonnen hatten, um die Zukunft des Autoreisezugverkehrs zu kämpfen, erfuhren wir viel Zuspruch: Verkehrspolitiker und andere Abgeordnete aller Bundestagsparteien, Autoclubs, Motorradmagazine fragten in der Konzernzentrale und bei uns nach, die Presse berichtete, gegen die geplante Schließung des wichtigen Terminals in Lörrach regte sich Widerstand, und die Spitze des Unternehmens »Deutsche Bahn« musste erklären, warum sie wenig unternahm und viel unterließ.

 

Wir setzten darauf, dass alle – Beschäftigte, Kunden, Auto- und Motorradclubs, Fremdenverkehrsverbände und nicht zuletzt die Politik als Eigentümer der Bahn – das »Unternehmen Zukunft« davon überzeugen, dass auch die Autoreisezüge Zukunft haben! Egal ob 10, 20 oder 50 Waggons neu angeschafft werden: »Autozug 21« würde nur einen Bruchteil von »Stuttgart 21« kosten – und dafür ist genug Geld da!

 

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Die Presse berichtete aus Dortmund:

Am 15. Juli teilte die DB Fernverkehr AG per E-Mail mit, dass die Dortmunder Niederlassung ihrer Tochterfirma DB European Railservice zum Jahresende 2014 geschlossen werde. Rund 100 Bahnerinnen und Bahnern droht jetzt die Arbeitslosigkeit – und wie viele werden noch folgen, wenn die Konzernspitze mit ihrem Kahlschlag weitermacht?

 

Es folgten leider alle weiteren Beschäftigten der DB ERS: insgesamt verloren rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Freitagsabfahrten nach dem 1.8.2014 werden nicht angezeigt - wie soll man da buchen?
Autozug der Deutschen Bahn - Buchung.pdf
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Möchten Sie demnächst mit einem Autozug verreisen? Suchen Sie Informationen zu Zielorten und Fahrplänen?

Dann empfehlen wir Ihnen den »Autoreisezug-Planer« von Jürgen Reschke.

Dort finden Sie Übersichten der Anbieter, der deutschen Abfahrtsbahnhöfe, der Zielbahnhöfe in mehreren Ländern und viele hilfreiche Tipps.

 

Über Autozüge in Europa informiert eine weitere Website.